ZITATE


Wer in den Spiegel des Wassers blickt, sieht allerdings zunächst sein eigenes Bild. Wer zu sich selber geht, riskiert die Begegnung mit sich selbst.Der Spiegel schmeichelt nicht, er zeigt getreu, was in ihn hineinschaut, nämlich jenes Gesicht, das wir der Welt nie zeigen, weil wir es durch die Persona, die Maske des Schauspielers, verhüllen. Der Spiegel aber liegt hinter der Maske und zeigt das wahre Gesicht.
Dies ist die erste Mutprobe auf dem inneren Wege, eine Probe, die genügt, um die meisten abzuschrecken, denn die Begegnung mit sich selber gehört zu den unangenehmeren Dingen, denen man entgeht, solange man alles Negative auf die Umgebung projizieren kann.
C.G. Jung

 

Suche nie, das Wesen eine Menschen danach zu beurteilen,
was in Erscheinung tritt. Halte nie eines seiner Worte
oder einer seiner Handlungen für ein Zeichen seiner Gesinnung.
Es könnte sein, daß derjenige, den du nicht verstehst,
Mühe hat, sich auszudrücken oder verständlich zu machen.

Khalil Gibran


In Wahrheit ist nichts in uns, was uns verletzen kann; nur die Angst vor unseren eigenen Gefühlen kann uns gefangenhalten.
Wenn etwas Ungewöhnliches oder Unerwartetes auftaucht, ist es am besten es einfach voll anzuschauen, dranzubleiben und es so intensiv wie möglich zu spüren. Du wirst feststellen, daß es dich von da an nicht mehr negativ beeinflußt. Wir leiden unter Ängsten, weil wir uns bestimmten Dingen nicht stellen wollen. Wenn wir einmal bereit sind, den Ursprung einer Angst ohne Ausflüchte und Wenn und Aber anzuschauen, dann verliert sie ihren Schrecken.
SHakti Gawain


Keiner kann Dir helfen Dich zu finden, denn Du bist schon bei Dir! Du musst nur den ganzen Schutt von Lüge und Abwehrhaltung wegräumen, dahinter wird Dein Selbst sichtbar, es ist bereits da, es muss nicht gefunden werden. 
Peter Lauster


Liebe und liebevolle Personen werden zum Feind, weil sie die früheren
zurückgewiesenen Bedürfnisse nach echter Liebe und damit den alten Terror zu wecken drohen. Wahre Liebe kann nicht ertragen werden, wenn die Unzulänglichkeit der Eltern verdeckt werden muss. Wirkliche Liebe wird unerträglich, denn sie würde die ursprüngliche Verletzung bloßlegen. Man möchte dann Liebe ausgerechnet von Menschen, die reserviert sind und nichts geben. Hingegen erscheint einem die Liebe derer, die Liebe leicht geben, verdächtig. Sie wird entweder als wertlos oder als Mittel zum Zweck empfunden
.
Arno Gruen


Alle Rollen die wir leben, gehören zum konditioniertem Bewusstsein das den menschlichen Geist prägt.
Das was mit "aufmerksam sein" (Wachsamkeit) zum Vorschein kommt ist das unkonditionierte, das was Du jenseits von Namen und Form Deinem Wesen nach bist...
Dann handelst Du nicht länger wie nach einem Drehbuch, dann wirst Du Wirklich! Wenn diese Dimension sich in Dir öffnet, eröffnet sie sich auch in den anderen Menschen...
Natürlich gibt es letzendlich niemand anderen...Du begegnest immer nur Dir selbst

Eckhart Tolle



 Auf einmal war es ihm klar, dass die Suche der einzige Grund des bisherigen Nichtfindens gewesen war; dass man da draussen in der Welt nicht finden und daher nie haben kann, was man immer schon ist.

Paul Watzlawick


 Das Unbewußte ist kein dämonisches Ungeheuer, sondern ein moralisch, ästhetisch und intellektuell indifferentes Naturwesen, das nur dann wirklich gefährlich wird, wenn unsere bewußte Einstellung dazu hoffnungslos unrichtig ist. In dem Maße, wie wir verdrängen, steigt die Gefährlichkeit des Unbewußten.
C.G. Jung


Der Andersdenkende ist kein Idiot, er hat sich eben eine andere Wirklichkeit konstruiert.
Paul Watzlawick


Im Grunde genommen teilen wir alle die Welt in wahr und falsch, gut und schlecht, schwarz und weiß ein. Daher kommt auch die entrüstete Ablehnung der scheinbar seelenlosen Idee, dass eine Beziehung mehr und anders geartet sei als die Summe der Eigenschaften der beiden Beziehungspartner.
Paul Watzlawick

 

Wenn du in einen Spiegel schaust und dir das, was du siehst,
nicht gefällt, dann wäre es verrückt von dir, den Spiegel
anzugreifen. Doch genau das tust du im Zustand des Nicht-
Annehmens. Und wenn du das Spiegelbild angreifst, dann wehrt
es sich. Wenn du das Bild dagegen annimmst, ganz gleich wie
es ausschaut, wenn du freundlich zu ihm bist, dann kann es nicht
unfreundlich zu dir sein. Genau so änderst du die Welt.
Eckhart Tolle



Wenn ein Mensch seinen eigenen Schmerz nicht erleben darf, weil er dazu angehalten wurde, ihn als schwach abzutun, wird er ihn in anderen Lebewesen suchen müssen. Ein solcher Mensch wird andere erniedrigen, quälen oder verstümmeln, um des eigenen verdrängten Schmerzes habhaft zu werden. Zugleich wird er dieses Tun leugnen, um seine eigene seelische Verstümmelung zu verbergen.
Arno Gruen


Wenn eigener Schmerz in der Kindheit immer wieder verleugnet werden
musste, dann wird dieser Schmerz später anderen zugefügt. Man verhöhnt den Schmerz, den man anderen zufügt, aber am tiefsten verhöhnt man den Schmerz, den man selbst erlebte und nicht fühlen durfte.
Arno Gruen


Beziehung ist der Spiegel, in dem wir uns selbst so sehen, wie wir sind.
Krishnamurti


Weder das, was andere tun, noch unsere eigenen Fehler sind es, die uns am meisten verletzen; es ist unsere Reaktion auf diese Dinge. Der Giftschlange, die uns gebissen hat, hinterherzujagen treibt das Gift nur durch unser ganzes System. Es ist viel besser, sofort Maßnahmen zur Entgiftung zu ergreifen.
Stephen R. Covey


Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von den Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüsstest Du von mir mehr als von der Hölle
, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle.

 Franz Kafka


Es sind die
Gemeinsamkeiten, die Menschen dazu bringen, einander zu bekämpfen. Nicht die
Unterschiede. Die Gemeinsamkeiten erinnern uns an das Eigene das uns zum
Fremden gemacht wurde und das wir fortan im anderen hassen und bestrafen
müssen.

Arno Gruen
 


Menschen, die sich oft vor anderen schämen, sind unfrei, lieben sich nicht, neigen zur Verschmelzung mit idealisierten Bezugspersonen - und zur Depression. Ihre Wunde ist die der Ungeliebten.
Peter Schellenbaum


Aus der Idee des Konstruktivismus ergeben sich zwei Konsequenzen. Erstens die Toleranz für die Wirklichkeiten anderer - denn dann haben die Wirklichkeiten anderer genauso viel Berechtigung als meine eigene. Zweitens ein Gefühl der absoluten Verantwortlichkeit. Denn wenn ich glaube, dass ich meine eigene Wirklichkeit herstelle, bin ich für diese Wirklichkeit verantwortlich, kann ich sie nicht jemandem anderen in die Schuhe schieben.
Heinz von Förster